MMM
(Nach einem Text aus dem 5. / 7. Jahrhundert)
MMM
Schöpfer des lichten Himmels du, den Mond hast du als Licht der Nacht,
die Sonne für den Lauf des Tags auf fest umrissne Bahn gebracht.
Nun wird die schwarze Nacht verscheucht, wiedergeborn der Erden Pracht.
Des Herzens neue Lebenskraft zu guten Taten uns anfacht.
MMM
Der wieder neu geschenkte Tag mahnt uns, dass uns dein Lob ertön;
des Himmels lieblich Angesicht macht unsre Herzen fromm und schön.
So lasst uns meiden die Gefahr, der Geist trenn sich vom bös Gedröhn,
das Gute halt das Leben rein, die Zung soll nicht dich Gott verhöhn.
MMM
Beschließt die Sonne dann den Tag, so mög der Glaube tief erglühn,
die Hoffnung ruft zur Liebe auf und diese lässt uns mit dir ziehn.
Gewähr dies, milder Vater, du, und du Gesalbter, der erschien
zusammen mit dem Tröstergeist, ewig herrschend, mild und kühn.
MMM
(Felix C. Studer)